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Schüleraustausch

Ortsschild
Ortsschild

St. John's High School
St. John's High School

Delphos City Schulbus
Delphos City Schulbus

Helen Meißner aus Verl in der St. John's Schuluniform; sie führte die Verler Gruppe (USA-Reise 2009) durch 'ihre' Schule.
Helen Meißner aus Verl in der St. John's Schuluniform; sie führte die Verler Gruppe (USA-Reise 2009) durch 'ihre' Schule.

Frithjof Meißner überreicht dem Schulleiter Don Huysman nach der Besichtigung der Schule (USA-Reise 2009) Partnerschaftsgeschenke.
Frithjof Meißner überreicht dem Schulleiter Don Huysman nach der Besichtigung der Schule (USA-Reise 2009) Partnerschaftsgeschenke.

Fassade der Lokalzeitung
Fassade der Lokalzeitung

Ehrenmal
Ehrenmal

Ginger Denman, die Betreuerin des Austausches in Delphos
Ginger Denman, die frühere Betreuerin des Austausches in Delphos

In  Delphos gibt es einige...
In Delphos gibt es einige...

...historische Häuser, z.B. ...
...historische Häuser, z.B. ...

Aber es gibt auch viele...
Aber es gibt auch viele...

...moderne Häuser dort.
...moderne Häuser dort.

Eine 'schaukelnde' Ampel
Eine 'schaukelnde' Ampel

Bemalte Werkstatt-Fassade
Bemalte Werkstatt-Fassade

The Commercial Bank
The Commercial Bank

CF Bank: Drive-In-Schalter
CF Bank: Drive-In-Schalter

Jim's German Restaurant
Jim's German Restaurant

Blick der Main Street entlang
Blick der Main Street entlang

Canal Commission Museum
Canal Commission Museum

Feuer in der East Fifth Street bei Baked To Perfection
Feuer in der East Fifth Street bei Baked To Perfection

Jubiläumstorte '10 Jahre Partnerschaft' beim Festakt in der Knights of Columbus Hall am 20.10.2009, kunstvoll gestaltet von Baked To Perfection nur einen Tag nach dem Brand!
Jubiläumstorte '10 Jahre Partnerschaft' beim Festakt in der Knights of Columbus Hall am 20.10.2009, kunstvoll gestaltet von Baked To Perfection nur einen Tag nach dem Brand!

Blue Jays gegen Lima Central Catholic (LCC)
Blue Jays gegen Lima Central Catholic (LCC)

St. John's Sporthalle (Gym), 'Home of the Blue Jays'
St. John's Sporthalle (Gym), 'Home of the Blue Jays'

Go, Jays, Go!!!
Go, Jays, Go!!!

Kraftraum für 'Weightlifting'
Kraftraum für 'Weightlifting'

Vitrine der Marching Band
Vitrine der Marching Band

Die DSJMB 'in action'
Die DSJMB 'in action'

'Turnvater' Jahn lässt grüßen! Corner Stone am neuen Sporttrakt von DSJ
'Turnvater' Jahn lässt grüßen! Corner Stone am neuen Sporttrakt von DSJ

Religion does matter...
Religion does matter...

Grabmal des Verler Pastors Johannes Otto Bredeick
Grabmal des Verler Pastors Johannes Otto Bredeick

St. John's Church, Sicht aus Südosten (vom Friedhof)
St. John's Church, Sicht aus Südosten (vom Friedhof)

Nordwestansicht der Kirche
Nordwestansicht der Kirche

Ehemalige Kommunionbank mit deutschen Inschriften
Ehemalige Kommunionbank mit deutschen Inschriften

Austauschsaison 2010: Gastgeber und Gäste bei der Ankunft der deutschen Schüler in Delphos
Austauschsaison 2010: Gastgeber und Gäste bei der Ankunft der deutschen Schüler in Delphos

Austauschsaison 2011: Die deutschen Schüler am Frankfurter Flughafen vor dem Abflug nach Detroit
Austauschsaison 2011: Die deutschen Schüler am Frankfurter Flughafen vor dem Abflug nach Detroit

für Schülerinnen und Schüler des Verler Gymnasiums
(Bewerbung in J9 USA-Aufenthalt zu Beginn der EF)


Der mehrmonatige Schüleraufenthalt in Delphos, USA hat schon eine recht lange Tradition. Wenngleich sich die Bedingungen immer wieder geändert haben mögen, ist der Grundgedanke derselbe geblieben: Die Schülerinnen und Schüler (im Folgenden der besseren Lesbarkeit halber nur noch "Schüler" genannt) reisen zu Beginn der Jahrgangsstufe EF im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Verl und Delphos in die USA, werden dort in Familien aufgenommen und gehen zu einer der beiden örtlichen High Schools, zur ST. JOHN'S HIGH SCHOOL oder zur JEFFERSON HIGH SCHOOL. Die Kleinstadt Delphos hat etwa 7.500 Einwohner und ist sehr ländlich im Nordwesten Ohios gelegen, je etwa zweieinhalb Autostunden von den Flughäfen Detroit (Michigan) bzw. Columbus (Ohio) entfernt.

 

Grundsätzliches

Die Aufenthaltsdauer beträgt 4 Monate, in der Regel von Anfang August bis Anfang Dezember. Die Rückreise liegt auf jeden Fall nach Thanksgiving (vierter Donnerstag im November). Die Schüler bekommen im Normalfall ein so genanntes "I-20 form", das die Erteilung eines Visums durch das US-Konsulat ermöglicht. Genauere Informationen zur USA-Einreise finden Sie auf den Internetseiten der US-Botschaft unter https://de.usembassy.gov. Die Gebühren für SEVIS ("Student and Exchange Visitor Information System"), das so genannte Non-Immigrant-Visum (über Roskos & Meier) und das "I-20 form" tragen die Schüler selbst. Die Gebühren für SEVIS und Visum sind direkt online zu bezahlen.

Während ihres Aufenthaltes in Delphos wird den Schülern neben dem Schulbesuch ein Programm geboten, das mehrere kostenlose Besichtigungen, Kurztrips und Freizeitveranstaltungen beinhaltet. Außerdem wird in der Regel eine mehrtägige, allerdings kostenpflichtige Fahrt in eine Stadt (z.B. Chicago) unternommen. Planen Sie dafür etwa 300-400 € extra ein. Die Teilnahme an dieser Fahrt ist Pflicht. Eine Garantie, dass diese Fahrt stattfindet, kann allerdings nicht gegeben werden!

Die Verantwortung für die versicherungstechnische Seite des Auslandsaufenthalts liegt grundsätzlich bei den Schülern und ihren deutschen Familien. Sie sollten daher bei Ihrer Krankenversicherung nachfragen, ob ein solcher Aufenthalt schon abgedeckt ist oder ob eventuell eine Zusatzversicherung abgeschlossen werden muss. Bei der Einreise in die USA muss ein ausreichender Haftpflichtversicherungsschutz nachgewiesen werden. Fragen Sie bei Ihrer Haftpflichtversicherung nach. Einen entsprechenden Vordruck erhalten Sie zu einem späteren Zeitpunkt. Im Falle eines Falles kann auch eine Kurzzeit-Auslands-Unfallversicherung sehr nützlich sein. Sprechen Sie mit Ihrer Versicherung.

Außerdem müssen die deutschen Eltern ein so genanntes "Power of Attorney" unterzeichnen und notariell beglaubigen lassen (bei jeder Siegel führenden Behörde möglich), in dem sie den amerikanischen Gasteltern für die Zeit des Aufenthaltes ihres Kindes in den USA die Erziehungsvollmacht geben. Für eventuelle Kurzreisen sind weitere Vollmachten nötig. Die entsprechenden Formulare erhalten Sie später.

 

Welche Kosten kommen auf die deutschen Familien zu?

  1. Allgemeine Zahlungen:

    1. Gebühren für SEVIS (ca. 200 US-Dollar), Visum (ca. 160 US-Dollar), I-20-Form (100 €), diverse Versicherungen (individuell, siehe oben) und die Städtereise (ca. 300-400 €).
       
    2. Flugticket für Hin- und Rückflug einschließlich der anteiligen Kosten für das Ticket einer Begleitperson. Die Schüler reisen hin und zurück grundsätzlich gemeinsam als Gruppe und werden wegen der nicht immer ganz unproblematischen Einreiseformalitäten auf dem Hinweg normalerweise von einem Vertreter der Partnerschaft begleitet.
       
    3. Taschengeld (individuell) und Mahlzeiten in der Schule (ca. 2.50 $ pro Schultag)
       

  2. Monatliche Zahlungen:

    1. Für die Austauschorganisation in Delphos müssen pro Monat Aufenthalt 750 € gezahlt werden, womit die Ausgaben für Schulgeld (sehr hohe "Tuition" an beiden Schulen), Kurztrips, diverse Freizeitaktivitäten, Telefon, Porto, Benzin, Leih-Vans, Museumsbesuche etc. bestritten werden. Außerdem wird ein kleiner Teil dieser Summe in einen Fonds gezahlt, der der Partnerschaft Verl-Delphos für besondere Notfälle zur Verfügung steht. Der Betreuer in Delphos, Rick Hanser, ist ehrenamtlich tätig und arbeitet unentgeltlich.
       
    2. Für die Organisation in Verl zahlen Sie pro Monat Aufenthalt 25 €. Dieser Betrag geht in einen Fonds, aus dem Telefon, Porto, Benzin, Bankgebühren etc. bestritten werden. Auch Frithjof Meißner, der Leiter des Austauschprogramms auf deutscher Seite, ist selbstverständlich ehrenamtlich tätig und arbeitet unentgeltlich. Die ganze Sache ist sozusagen sein "Freizeitvergnügen".
       
    3. Für "Room & Board", also für Unterkunft und Verpflegung in den Gastfamilien, fallen 170 € pro Monat an. Dieses Geld wird von Rick Hanser zentral verwaltet und entsprechend der individuellen Erfordernisse an die einzelnen Familien ausgezahlt.

Die Zahlungsmodalitäten erfahren Sie zu einem späteren Zeitpunkt.

 

Wie bewerbe ich mich?

Sollten Sie sich dazu entschließen, Ihrem Kind einen Aufenthalt in Delphos zu ermöglichen, so beachten Sie bitte den folgenden zeitlichen Ablauf der Bewerbung:

  1. Informationsveranstaltung: Da der Delphos-Aufenthalt in den Sommerferien zwischen dem 9. und 10. Schuljahr beginnt und die Organistion einen recht großzügig bemessenen Vorlauf erfordert, findet schon im Herbst des Vorjahres ein Informationsabend für die Schüler der 9. Klassen und deren Eltern im Gymnasium Verl statt. Den Termin erfahren Sie rechtzeitig durch die Schule. Bei dieser Veranstaltung gibt Ihnen Frithjof Meißner, der Vorsitzende der Partnerschaft und Leiter des Austauschprogramms, alle notwendigen Informationen und steht Ihnen für Ihre Fragen zur Verfügung.
     
    Denken Sie daran: Die Anwesenheit des Schülers und mind. eines Elternteils bei der Informationsveranstaltung ist Voraussetzung für eine Bewerbung!
     
  2. Bewerbung an der Schule: Der Schüler schreibt seine Bewerbung auf 4 bis 5 DIN-A4-Blättern:

    • Blatt 1: Kurzes formloses Bewerbungsschreiben, gerichtet an den Vorsitzenden der Partnerschaft (President of the Friendship Link) Frithjof Meissner, in dem neben einer allgemeinen Vorstellung der Person vor allem die Gründe dargelegt werden, warum der Schüler sich für diesen Auslandsaufenthalt bewirbt.
       
    • Blatt 2: Vollständige persönliche Daten in tabellarischer Form – so genannter CV – mit einem (elektronisch eingefügten, also nicht aufgeklebten) Passbild in der rechten oberen Ecke.

      Hier gibt es ein entsprechendes Musterblatt als pdf-Datei, das wir zusätzlich im Word-Format (alt und neu "gezipt") als Bearbeitungsgrundlage zu Verfügung stellen.
       
    • Blatt 3: Brief an die Gastfamilie in spe. Der Inhalt ist völlig freigestellt, doch es gilt eine verbindliche Vorgabe von 400-500 Wörtern, nicht mehr und nicht weniger! Wir zählen nach… ;)
       
    • Blatt 4-5: Ein bis zwei Fotoseiten mit Bildern aus dem persönlichen Umfeld, z.B. von Familie, Wohnung, Haustieren, Freunden, Hobbys… Erklärende Bildunterschriften nicht vergessen!
       
    Alle diese Seiten müssen komplett in Englisch verfasst sein und sowohl in ausgedruckter Form (Bewerbungsmappe), als auch per E-Mail an Frithjof Meißner eingereicht werden. Die Dateien (ausschließlich in Microsoft Word!) sind eindeutig mit dem Namen des Schülers nach ISO-Norm (Kleinbuchstaben, ohne Umlaute und "ß") zu bezeichnen, nicht etwa "Ohio.doc" oder Ähnliches, sondern z.B. "haenschen_klein.doc". Sind aus technischen Gründen mehrere Dateien nötig, so sind sie sinnvoll zu nummerieren, z.B. haenschen_klein_1.doc, haenschen_klein_2.doc usw.
     
    Denken Sie daran, dass die Bewerbung die einzige Information ist, die die zukünftigen Gasteltern bekommen, um zu entscheiden, welchen Schüler sie aufnehmen! Daher ist eine aussagekräftige Bewerbung sehr wichtig.
     
    Nicht vergessen: Zusätzlich zum Word-Dokument müssen alle Bewerber ihr Passbild von der Seite 2 auch als Bilddatei im jpg- oder png-Format einsenden!
     
    Achtung: Die Gesamt-Dateigröße ist auf maximal 5 MB beschränkt! Bewerbungen, die einen größeren Speicherplatz belegen oder auf andere Weise (z.B. bei den Dateibezeichnungen) nicht den o.g. formalen Vorgaben entsprechen, werden nicht bearbeitet! Daher alle Fotos schon vor dem Einfügen verkleinern!
     
    Wichtig: Die vollständigen Bewerbungsunterlagen sind bis zur Deadline, die bei der Informationsveranstaltung mitgeteilt wird, in der Schule und gleichzeitig per E-Mail einzureichen. Später eingehende Bewerbungen werden nicht berücksichtigt!
     
  3. Schulinterne Auswahl: Ein Komitee aus mehreren Lehrkräften der Schule – darunter die jeweiligen Klassen- und Englischlehrer – entscheidet, welche Schüler für das Austauschprogramm geeignet sind und trifft so eine Vorauswahl. Das Gymnasium Verl gibt die für geeignet befundenen Bewerbungen an Frithjof Meißner, den Leiter des Austauschprogramms, weiter.
     
  4. Auswahl im Gastland: Die Daten derjenigen Schüler, die von der Schule ausgewählt wurden, werden per E-Mail nach Delphos übermittelt, wo die endgültige Auswahl getroffen wird. Die Bewerbungsmappen aller in das Programm aufgenommenen Schüler werden dann per Luftpost nach Delphos versandt. Die ausgeschiedenen Schüler werden darüber informiert, dass sie "aus dem Rennen" sind.
     
  5. Suche der Gastfamilien: Nun beginnt unser Betreuer vor Ort in Delphos damit, Gastfamilien für das Austauschprogramm zu suchen und die Schüler in die Familien zu vermitteln. Jede potentielle Gastfamilie bekommt alle zur Wahl stehenden Bewerbungen zu sehen, wählt sich ihr "Gastkind" aus und die erste Kontaktaufnahme zwischen Gastfamilie und deutschem Schüler findet statt. Die Suche nach Gastfamilien endet in der Regel Ende Februar, spätestens jedoch zu Ostern. Die Schüler, die nicht vermittelt werden konnten, werden dann benachrichtigt.
     
  6. Vortreffen: Für diejenigen Schüler, für die eine Gastfamilie gefunden werden konnte, findet kurze Zeit später ein Vortreffen statt, in dem es um die Buchung der Flüge, das Visum, die erforderlichen Vordrucke, die Zahlungsmodalitäten und weitere organisatorische Details geht.
     
    Außerdem wird der Vertrag, den die deutschen Familien mit der Partnerschaftsorganisation über den Austausch abschließen, ausführlich erläutert. Er ist bis spätestens eine Woche nach dem Vortreffen unterschrieben und in dreifacher Ausfertigung einzureichen. Da der Text ausschließlich in englischer Sprache vorliegt und damit Eltern und Schüler genau wissen, was auf sie zukommt, können Sie sich hier den vollständigen Vertrag herunterladen und ihn in Ruhe studieren. Bitte lassen Sie sich von einigen der dort genannten Punkte, die uns sehr fremd vorkommen, nicht abschrecken, denn in den USA herrschen nun einmal andere Normvorstellungen als bei uns und da die Schüler Gäste in einem fremden Land sind, ist es an ihnen, sich an die Gegebenheiten des Gastlandes anzupassen!
     
  7. Anlauf des Programms: In der Folgezeit werden die I-20-Forms aus Delphos geschickt, das Visum beantragt, die Flüge gebucht, die Formulare und Vordrucke ausgefüllt... Während der ganzen Zeit bis zur Abreise halten die Schüler regen Kontakt zu ihren Gastfamilien. In den Sommerferien reisen die jungen Verler dann zu ihrem 4-monatigen Delphos-Aufenthalt in die USA.

 

Merkblätter

Hier finden Sie zusätzlich ein Merkblatt zum USA-Aufenthalt in der Klasse EF als pdf-Datei zum Download und/oder Ausdrucken, in dem Sie alle oben angeführten Informationen noch einmal in Ruhe nachlesen können.

Ebenso können Sie an dieser Stelle das offizielle Merkblatt zum Auslandsaufenthalt downloaden, das vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen herausgegeben wurde und über alle rechtlichen und laufbahntechnischen Regelungen zum Auslandsaufenthalt informiert. Für die Latein-Schüler stellen wir zusätzlich das ministerielle Merkblatt zum Erwerb des Latinums bereit. Darin gibt es auf der rechten Seite einen besoneren Passus für Schüler, die einen Teil der EF im Ausland verbringen.

 

Kontakt

Sollten Sie trotz der umfangreichen Informationen auf dieser Seite noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an das Gymnasium Verl oder auch per E-Mail direkt an Frithjof Meißner, den Leiter des Austauschprogramms.

Herr Meißner wird sich bemühen, Ihnen so schnell wie möglich weiterzuhelfen. Da er allerdings häufig auf Reisen ist, kann es schon einmal 8-10 Tage dauern, bis Sie Antwort erhalten. Aus diesem Grunde besteht die Möglichkeit, ihn in sehr dringenden Fällen auch auf Handy (siehe Kontaktinformationen) zu erreichen.

 

Delphos St. John's – eine sportliche Schule

An der St. John's High School wird Sport ganz groß geschrieben. Die Football-Mannschaft ist absolute Spitze. In manchen Jahren blieben sie die ganze Saison über ungeschlagen und waren schon mehrere Male "State Champions" — mit einem Wort: ein Ausnahmeteam!

Aber nicht nur die "Jays", wie sie von der Fangemeinde genannt werden, machen eine gute Figur im Schulsport; auch die Baseball- und Softball-Teams, die Basketballer, die Gewichtheber usw. sind richtig gut.

Wenn es auf den Freitagabend zugeht, gehört es in Delphos einfach dazu, dass man sich beim Match trifft und zusammen mit den Cheerleadern die eigene Mannschaft nach Kräften anfeuert. Der High-School-Sport spielt in den USA eine ungleich größere Rolle als der Schulsport in Deutschland. Die Spiele sind fester Bestandteil des öffentlichen Lebens jeder amerikanischen Kleinstadt... und in Delphos vielleicht noch ein wenig mehr als anderswo.

Gut, werden sich die angehenden Austauschschüler denken, da werde ich ja jede Menge Schulsport machen können! Nun, dem ist nicht so. Es besteht eine Regelung seitens der Schulbehörden in Ohio, dass Gastschüler nicht am normalen Schulsport teilnehmen dürfen. Das hat angeblich etwas mit versicherungsrechtlichen Dingen zu tun, aber so richtig versteht niemand, warum es so ist. Die Tatsache allerdings bleibt bestehen.

Doch man braucht keine Angst zu haben, dass man sich durch die ganzen Hamburger und all die anderen "Spezialitäten" der amerikanischen Küche zu viele Pfunde auf die Rippen packt, denn nach der Schule gibt es eine Menge Möglichkeiten, Sport zu treiben. Delphos hat viele Sportvereine, es gibt Tennisplätze und vieles mehr. Wenn alle Stricke reißen und die eigene Lieblingssportart sollte nicht vertreten sein, so bietet die Landschaft rund um Delphos genügend Möglichkeiten zum Joggen oder Walken. Auch die breiten Gehwege in der Stadt (so etwas gibt es bei uns allenfalls in Parkanlagen) eignen sich hervorragend für ein lockeres Lauftraining.

Die St. John's High School verfügt über eine sehr gut ausgestatteten Kraftraum von beachtlicher Größe. Da könnten manche deutschen Großraum-Fitness-Studios sich eine Scheibe von abschneiden! Dieser Weightlifting Room genannte Fitness-Bereich kann auch von den deutschen Gastschülern uneingeschränkt genutzt werden. Wenn man dort ein wenig Muskeln aufbaut, kommt man sehr leicht mit den amerikanischen Schülern ins Gespräch und kann Kontakte knüpfen; also sicher eine gute Idee, dort mal reinzuschauen.

Außerdem ist da ja auch noch die Delphos St. John's Marching Band (DSJMB), die jeden Austauschschüler, der ein Instrument beherrscht, gerne in ihren Reihen willkommen heißt. Ist man Mitglied in der Marching Band, kommt man kostenlos zu jedem Spiel, was besonders bei den Auswärtsspielen interessant ist. Die Band hat nicht nur schicke Uniformen, sondern ist für ihre Perfektion weit über die Grenzen des Countys hin bekannt. Dort mitzumachen, ist ein echter Gewinn, denn man erlebt herzliche Kameradschaft und hat eine Menge Spaß. Die DSJMB ist einfach "cool".

 

Die Rolle der Katholischen Kirche in Delphos

Die Geschichte der Stadt spricht hier eine deutliche Sprache. Delphos wurde von den aus Verl stammenden Brüdern Ferdinand und Johannes Otto Bredeick im Jahre 1845 gegründet. Johannes, auf Englisch "John", war katholischer Pastor und als Domkapitular in Osnabrück tätig, als er seinen Bruder in die neue Welt schickte, um Land für die Gründung einer Siedlung zu kaufen. Später folgte er ihm nach, begründete die erste Kirche am Ort, die er seinem Namenspatron "John The Evangelist" weihte, und taufte im Jahre 1851 die neue Stadt auf den Namen "Delphos".

Dieser aus dem Alt-Griechischen abgeleitet Begriff (adelphos = Bruder) sollte daran erinnern, dass alle Menschen Brüder sind und die Siedlung im Nordwesten Ohios zur "Stadt brüderlicher Liebe" machen. Ein Gedanke, der heute aktueller ist denn je und auch ein ganz besonderes Licht auf unsere Städtepartnerschaft wirft. Father Bredeick selbst lebte die brüderliche Liebe übrigens sehr real und praktisch: Er überließ den zumeist bitterarmen Ankömmlingen aus Westfalen Farmland zum Selbstkostenpreis und – mehr noch – er nahm erst dann das Geld dafür an, wenn die Familien genug erwirtschaftet hatten, um ihr Land ohne Probleme bezahlen zu können, oft erst Jahre nach dem Kauf.

Die ersten Siedler waren ausschließlich Katholiken aus Verl und aus dem Osnabrücker Land; noch heute zeugt ein Blick in das Telefonbuch von Delphos davon, dass hier ganz starke westfälische Wurzeln sind, denn sehr viele Namen sind einem vertraut. Zwar gibt es mittlerweile zahlreiche andere Religionsgemeinsschaften am Ort, doch bilden die Katholiken nach wie vor eine deutliche Mehrheit.

Und anders als in vielen Gegenden Deutschlands, in denen die Mitgliederzahlen der Kirchengemeinden schrumpfen, spielt die Kirche in Delphos eine wichtige und sehr lebendige Rolle im sozialen Leben des Ortes. Die Menschen sind zumeist tief gläubig und gehen nach alter Väter Sitte – wie es früher auch bei uns üblich war – jeden Sonntag zur Messe.

Natürlich erwarten die Gastfamilien, dass die deutschen Gastschüler am Sonntag mit in die Kirche gehen. Da mag jeder eingestellt sein, wie er will, es ist nicht nur ein Akt der Höflichkeit, die Gasteltern zum Gottesdienst zu begleiten, sondern ein Zeichen des Respekts, ein Begriff, der in Amerika einen weitaus höheren Stellenwert hat als in der Alten Welt.

Da die meisten deutschen Austauschschüler zur St. John's High School gehen und Delphos St. John's – wie schon der Name deutlich macht – eine katholische Privatschule ist, sollte sich jeder der Gastschüler in spe mit dem Gedanken vertraut machen, dass die Religion an dieser Schule eine gewichtige Rolle spielt, wie der rechts oben stehende Schnappschuss aus dem Schulgebäude anschaulich zeigt.

Der Schultag beginnt mit einem Gebet und das Fach Religion ist Pflicht für alle. Wer damit nicht umgehen kann und sich nicht getreu dem Motto "When you are in Rome, do as the Romans do" an die Gegebenheiten im Gastland und an die Vorstellungswelt der Gastgeber anpassen kann, der sollte sich bitte nicht bewerben. Die Organisation des Austausches ist schwierig genug und die Betreuung der Gastschüler ist sehr zeitaufwändig; da wären Schüler, die in dieser Hinsicht nicht flexibel und tolerant sind, das letzte, was die Organisatoren auf beiden Seiten des Atlantiks brauchten, denn in einem solchen Fall sind gravierende Probleme, die fast sicher auf eine vorzeitige Rückreise hinauslaufen, vorprogrammiert!

Betrachten wir es doch einmal von der anderen Seite: Es ist eine wunderbare Erfahrung, ganz und gar in die Gesellschaft eines fremden Landes einzutauchen und in einer Gastfamilie mit all ihren Sitten, Gebräuchen und Vorstellungen heimisch zu werden. Das aber kann man nur erleben, wenn man sich auf neue Menschen und Situationen einlässt; nur dann ist man letzten Endes im Gastland "angekommen".

Für die Zukunft ist es uns ein großes Anliegen, die Zahl der Besuche von jungen Amerikanern hier in Verl zu erhöhen, denn obwohl wir schon einige Schüler(innen) und Student(inn)en aus Delphos für einen längeren Aufenthalt hier in Ostwestfalen begrüßen durften, würden wir den Austausch von jenseits des Atlantiks in Richtung Deutschland gerne noch weiter intensivieren.

In diesem Sinne freut sich der Vorsitzende der Städtepartnerschaft, Frithjof Meißner, auf zahlreiche Bewerbungen von Schülerinnen und Schülern des Verler Gymnasiums und von jungen Menschen aus Delphos für den Austausch zwischen Verl und unserer Partnerstadt in Amerika.

 

Links

Zum Schluss empfehlen wir noch unsere Link-Seite, auf der Sie viele Informationen zu unserer "Twin City" Delphos, den dortigen Schulen, der Verwaltung sowie anderen Einrichtungen und Firmen finden.

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